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Wie gefährlich ist die Maul- und Klauenseuche?

In Brandenburg wurde ein Fall von Maul- und Klauenseuche bei Wasserbüffeln festgestellt. Ist die Tierseuche auch für Menschen gefährlich?

Wasserbüffel
Quelle: Volker Loche/stock.adobe.com

Welche Tiere sind betroffen?

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochansteckende, in der Regel nicht tödliche Viruserkrankung, die Klauentiere wie Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine befällt. Sie ist weltweit verbreitet und nun erstmals seit 1988 auch in Deutschland wieder aufgetreten.

Hunde, Katzen und andere Haustiere können nicht an der Maul- und Klauenseuche erkranken. Sie können jedoch mit dem Virus kontaminiert sein und es somit indirekt weiterverbreiten.

Ist die Seuche für Menschen gefährlich?

Für den Menschen ist die Maul- und Klauenseuche nicht gefährlich. In der Fachliteratur werden einzelne Infektionen bei Menschen beschrieben, die unmittelbaren und intensiven Kontakt zu erkrankten Klauentieren bzw. mit dem MKS-Virus hatten. In diesen seltenen Fällen kam es zu gutartig verlaufenden Erkrankungen, die spontan ausgeheilt sind.

Was wird getan, um die Seuche einzudämmen?

Die betroffenen Tiere wurden getötet und um den Ausbruchsort im Landkreis Märkisch-Oderland eine Sperrzone eingerichtet, aus der unter anderem der Transport von Tieren sowie von tierischen Erzeugnissen grundsätzlich verboten ist.

Die Tierhaltungen innerhalb der Sperrzonen sowie ermittelte Kontaktbetriebe wurden bzw. werden untersucht, um die Ursache und das Ausmaß des Infektionsgeschehens festzustellen und im Fall der Feststellung weiterer infizierter Betriebe möglichst schnell die erforderlichen Maßnahmen ergreifen zu können.

Was bedeutet das für den Verzehr und Handel von Lebensmitteln?

Fälle von Mensch-zu-Mensch-Übertragung sowie von Infektion über den Verzehr von Lebensmitteln sind nicht bekannt. Milch und Fleisch können also bedenkenlos verzehrt werden.

Tierhaltende Betriebe aus MKS-freien Gebieten in Deutschland konnten ihre Erzeugnisse innerhalb der EU auch nach dem Ausbruch weiter vermarkten. Ein Export in Länder außerhalb der EU war danach allerdings zunächst kaum noch möglich. Inzwischen hat aber die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) Deutschland den dafür wichtigen Status als "Maul- und Klauenseuche (MKS)-frei ohne Impfung" wieder zuerkannt. Ausgenommen davon ist lediglich eine kleine Sperrzone, für die die Aussetzung des MKS-Freiheitsstatus mindestens noch bis zum 11. April 2025 in Kraft bleibt.

Letzte Aktualisierung: 20. März 2025


Weitere Informationen

Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL): Maul- und Klauenseuche (MKS)


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