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Welche Ackergeräte benötigt man zur Bodenbearbeitung?

Um den Boden zu bearbeiten und für die Aussaat vorzubereiten, benötigen Landwirtinnen und Landwirte eine Reihe von Geräten – wir erklären welche.

Traktor mit 4-Schar Anbau-Drehpflug
Beim Pflügen wird der Boden gelockert und gewendet, sodass eine pflanzenrestfreie Fläche zurückbleibt.
Quelle: Landpixel.de

Es gibt verschiedene Geräte, mit denen Landwirtinnen und Landwirte vor der Aussaat bzw. der Pflanzung den Boden bearbeiten. Generell unterscheidet man Geräte für die Grundbodenbearbeitung und solche für die Oberflächenbearbeitung und Saatbettbereitung.

Grundbodenbearbeitung

Die Grundbodenbearbeitung geht der Oberflächenbearbeitung und Saatbettbereitung voraus. Der Boden wird dabei 15 bis 35 Zentimeter tief gelockert und durchmischt. Außerdem werden Pflanzenreste eingearbeitet. Das klassische Gerät zur Grundbodenbearbeitung ist der Pflug. Damit wird der Boden nicht nur gelockert und durchlüftet, sondern auch gewendet. Durch das Wenden werden Ernterückstände und Unkraut untergearbeitet, sodass eine Ackeroberfläche entsteht, die frei von pflanzlichen Resten ist.

Allerdings pflügen nicht alle Landwirtinnen und Landwirte ihre Äcker. Schätzungen des Magazins "Landwirtschaft ohne Pflug" zufolge, wird auf mehr als der Hälfte der Ackerfläche Deutschlands heute auf die wendende Bodenbearbeitung mit dem Pflug verzichtet. Pfluglos arbeitende Betriebe lockern und durchmischen den Boden zwar auch – meist mit einem (Schwer-)Grubber –, wenden ihn aber nicht.

Traktor mit Grubber bei der Bearbeitung von Ackerland, auf dem Mais stand.
Bei der pfluglosen Bodenbearbeitung, wie hier mit einem Schwergrubber, wird der Boden auch gelockert und gemischt, aber nicht gewendet. Daher verbleiben Pflanzenreste an der Oberfläche.
Quelle: Landpixel.de

Das hat Vorteile: Denn die natürliche Schichtung des Bodens samt der darin lebenden Bodentiere bleibt weitestgehend erhalten. Derart bearbeitete Böden sind dadurch meist tragfähiger, fruchtbarer und weniger anfällig gegen Erosion – das heißt, den Abtrag von fruchtbarer Erde durch Wind und Wasser.

Ein Nachteil ist jedoch, dass mehr Erreger von Pflanzenkrankheiten an der Bodenoberfläche verbleiben. Unkräuter und deren Samen werden nicht untergearbeitet und keimen damit schneller wieder aus als auf einer gepflügten Fläche. Deswegen wird die pfluglose Bodenbearbeitung meist mit dem Einsatz von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln (Herbiziden) kombiniert.

 

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Oberflächenbearbeitung und Saatbettbereitung

Die Oberflächenbearbeitung und Saatbettbereitung schließt sich der Grundbodenbearbeitung an. Die zuvor grob durchmischte Erde wird nun weiter zerkleinert und eingeebnet. Anschließend wird die gelockerte Erde wieder verfestigt. Das ist notwendig, damit die später gesäten Samen ausreichend mit Wasser aus dem Boden versorgt werden.

Für die Oberflächenbearbeitung und Saatbettbereitung werden unterschiedliche Geräte verwendet. Es gibt dafür Grubber und Eggen mit starren und federnden Zinken und solche, die motorisch angetrieben kreisende Zinken haben. Auch Eggen mit Scheiben sind gebräuchlich. Alle Geräte verfolgen jedoch das gleiche Ziel: den Boden lockern und einebnen. Er soll dabei auch schon in kleinere Bodenfragmente zerkleinert werden. Die weitere "Krümelung" in noch feinere Bodenstückchen und die Rückverfestigung übernimmt aber eine Walze.

Um Zeit und Geld zu sparen – werden die verschiedenen Geräte der Oberflächenbearbeitung heute meist in einer Maschine – der sogenannten Saatbettkombination vereint. Manchmal ist die Saatbettkombination auch mit der Sämaschine für die nachfolgende Saat kombiniert. Das bringt einen zusätzlichen Zeitgewinn auf dem Acker.

Letzte Aktualisierung: 14. Januar 2022


Weitere Informationen

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