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Obst und Gemüse rund ums Jahr ernten

Wer sich Zeit für eine clevere Anbauplanung nimmt, kann das ganze Jahr über leckeres, frisches Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ernten.

Verschiedene Gemüse und Kräuter auf einem Gartenbeet, geerntetes Gemüse im Korb, Gießkanne, Gartenhandschuhe und -werkzeuge.
Frischer geht es nicht: Mit einer geschickten Anbauplanung kann man sich das ganze Jahr über mit gesundem Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten versorgen.
Quelle: coco/stock.adobe.com

Von Januar bis Dezember frisches Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ernten – geht das überhaupt? Die Antwort ist ganz klar: Ja! Der Schwerpunkt der Ernte liegt klimabedingt in Deutschland im Sommer und Herbst. Aber auch in der kalten Jahreszeit kann leckeres und gesundes Gemüse geerntet werden.

Wichtig ist eine clevere Anbauplanung. So kann man zum Beispiel Anbauzeiträume über eine geschickte Auswahl von Pflanzenarten und -sorten verlängern. Auch Pflanzenarten, die sich über einen längeren Zeitraum beernten lassen, sind in dieser Hinsicht interessant. Wie etwa Mangold, von dem man über eine längere Zeit immer wieder einzelne Blätter ernten kann, oder die sogenannten Monatserdbeeren, die ein zweites Mal im Herbst Früchte tragen.

Korb mit geerntetem Gemüse im Garten, dahinter Mann mit Gartengerät.
Durch satzweisen Anbau und Sorten mit verschiedenen Reifezeiten kann man immer wieder etwas ernten.
Quelle: Cherries/stock.adobe.com

Mit einem satzweisen Anbau von Gemüsesorten dehnt man den Erntezeitraum aus, indem man sie zum Beispiel dreimal in einem Abstand von drei Wochen anpflanzt. Es lohnt sich auch, sich mit frühen und späten Sorten verschiedener Kulturen zu beschäftigen. Regionale Sorten sind in dieser Hinsicht ebenfalls interessant. Sie sind oft besser an die vorhandenen klimatischen Bedingungen angepasst und robuster. In der kühleren Jahreszeit erlauben Frühbeet, Gewächshaus oder ganz einfach die Fensterbank die Versorgung mit frischem Grün. Und selbstverständlich kann das frisch geerntete Gemüse und Obst auch gelagert werden, um dann für spätere Zeiten weitestgehend frisch zur Verfügung zu stehen.

Auch, wer keinen eigenen Garten oder Balkon hat, kann sich selbst das ganze Jahr über mit frischem Gemüse und Kräutern versorgen. Frische Kulturspeisepilze aus Fertigkulturen fürs Haus liefern wichtige Vitamine und Nährstoffe. Frisches Grün und gesunde Inhaltsstoffe lassen sich das ganze Jahr über auch wunderbar von der warmen Fensterbank ernten, zum Beispiel Sprossen, Keimlinge und sogenannte Microgreens. Letztere sind – einfach ausgedrückt – etwas ältere Keimlinge, die in Erde wachsen und mehr Chlorophyll ausgebildet haben als Sprossen. Neben der bekannten und beliebten Kresse bieten zum Beispiel Sprossen oder Microgreens von Radieschen, Brokkoli, Linsen, Zwiebeln, Alfalfa, Mungobohnen, Kichererbsen oder Linsen eine willkommene Abwechslung und viele gesunde Nährstoffe und Vitamine. Insbesondere in den Wintermonaten bieten sich diese Kulturen an, wenn das Angebot an frischem Grün aus eigenem Anbau etwas reduzierter ist als in der warmen Jahreszeit.

Dass aber jede Jahreszeit etwas zu bieten hat, zeigt der nachfolgende Überblick.

Januar bis März: Zeit für leckeres Winter- und Lagergemüse

Auch wenn es zu Beginn des Jahres eher frostig und welk im Garten aussieht: Es gibt einige Gemüsearten, die niedrige Temperaturen lieben und brauchen. Jetzt ist die Zeit der Wintergemüse. Von Januar bis März können sich Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner mit gesundem Rosen- und Grünkohl, Winterlauch, Kohlrabi, Schwarzwurzeln oder Winterwirsing versorgen. Grünkohl, Rosenkohl und Wirsing beispielsweise entfalten ihr volles Aroma erst, nachdem sie längere Zeit kalten Temperaturen ausgesetzt sind.

Rosenkohlsprossen an einer Pflanze mit Hand.
Wintergemüse wie Rosenkohl entwickelt seinen vollen Geschmack erst, nachdem es längere Zeit kalten Temperaturen ausgesetzt ist.
Quelle: gabort/stock.adobe.com

Verschiedene Wurzelgemüse können ebenfalls noch geerntet werden. Bei ihnen führen die niedrigen Temperaturen dazu, dass sie teilweise süßer schmecken, etwa bei Möhren und Pastinaken. Aber Vorsicht: Die Ernte sollte erfolgen, bevor der Boden durchfriert. Die Wurzelgemüse lassen sich zudem nur ernten, solange der Boden nicht gefroren ist, da sie sonst abbrechen würden.

Asia-Salate, Feldsalat, Winter-Portulak (Postelein), Zuckerhut, Radicchio wie Rote Zichorie oder Radicchio sind gesunde und leckere Salat-Arten, die am Jahresanfang für Vitamine aus dem eigenen Garten sorgen. Winterspinat verträgt Temperaturen bis -12 Grad Celsius und kann daher an einem windgeschützten Ort als vitaminreiches Blattgemüse geerntet werden. Den Wintersalaten machen niedrige Temperaturen oft nichts aus, lediglich der Zuckerhut wird weich, wenn er mehrmals durchfriert. Aus dem Kräutergarten kann unter anderem noch Petersilie geerntet werden.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, die Gemüsekulturen bei längeren Frostperioden abzudecken, zum Beispiel mit Tannengrün, Laub oder Winterschutzvlies.

Der leicht bittere Chicorée ist eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan, wenn man die Wurzeln im Oktober oder November ausgegraben und zum Treiben an einem kühlen Platz eingeschlagen hat.

Cover der Broschüre "Von Apfel bis Zucchini"

BZL-Broschüre

Von Apfel bis Zucchini - Das Jahr im Garten

Wer Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ernten will, braucht das richtige Timing. Die Broschüre leitet durchs Gartenjahr und erklärt, welche Aufgaben Monat für Monat im Garten anliegen und was wann gesät oder gepflanzt werden kann.

Zur Broschüre

Wer vorgesorgt hat, kann zu Beginn des Jahres auch aus der eigenen Lagerung Obst und Gemüse nutzen. Hier bieten zum Beispiel Gemüsearten Abwechslung, die vor dem Frost oder vor einer längeren Dauerfrost-Periode geerntet wurden, wie Rot- und Weißkohl oder Wurzel- und Knollengemüse, das in Holzkisten in feuchtem Sand einschlagen ist und bei drei bis fünf Grad Celsius lagert. Auch Kartoffeln – dunkel und frostfrei gelagert – sowie trocken gelagerte Zwiebeln sind jetzt willkommene Ergänzungen des Speiseplanes aus dem eigenen Garten. Beim Einlagern sollte man darauf achten, das Erntegut nicht zu verletzen. So kann man die Gefahr von Fäulnis und Schimmel minimieren. Grundsätzlich sollte Lagergemüse und -obst zudem regelmäßig auf Fäulnis kontrolliert und befallene Früchte entsorgt werden.

Steigen die Temperaturen ab März, ist es Zeit, die letzten Wintergemüse zu ernten. Jetzt gibt es auch schon erste Wildkräuter aus dem Garten, wie Löwenzahn, Gänseblümchen oder Giersch. Auch Schnittlauch und Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum) beginnen zu sprießen.

April bis Juni: Frisches Frühlingsgemüse und süße Erdbeeren

Wenn im Garten so langsam wieder das Grün die Oberhand gewinnt, beginnt die Erntezeit von aromatischem Bärlauch oder Waldmeister – sofern diese im eigenen Garten wachsen. Aus geschütztem Anbau wie dem Frühbeet oder dem Gewächshaus kann man unter anderem ab April Radieschen, zarten Frühlingsspinat und erste junge Salate ernten, zum Beispiel Feldsalat, Kopfsalat oder Rucola. Voraussetzung ist, dass sie früh genug ausgesät wurden. Auch die ersten Frühgemüse wie Porree und Frühlingszwiebeln gibt es jetzt aus dem heimischen Garten sowie – bei mildem Wetter – die ersten Rhabarber- und Spargelstangen.

Blonde Frau am Hochbeet mit Gemüse erntet Rettich.
Ab Mai und Juni wird die Ernte-Hochsaison im Garten eingeläutet.
Quelle: epiximages/stock.adobe.com

Der Mai bietet mit steigenden Temperaturen noch mehr Fülle: Jetzt können Mairübchen, Stielmus und Spinat in die Erntekörbe wandern. Und wer vorgesorgt und früh unter Folie, im Gewächshaus oder im Frühbeet ausgesät hat, erntet bereits frischen Salat und aromatische Kräuter.

Im Mai und Juni ist zudem die beste Zeit, den schmackhaften, leicht säuerlichen Rhabarber zu genießen. Die zarten rotfleischigen Stiele muss man nicht schälen, sie können direkt verarbeitet werden. Beim sogenannten Herbstrhabarber ist die Erntezeit von April bis Oktober ausgedehnt. Er kann gleich im ersten Jahr geerntet werden.

Der Juni läutet die Ernte-Hochsaison im Garten ein: Ab jetzt gibt es knackige Salate und Kohlrabi, Sommer-Rettich und seinen kleinen Verwandten, die Radieschen, Dicke Bohnen, Spitzkohl, frühen Blumenkohl, Wirsing und Frühkartoffeln, Kräuter in Hülle und Fülle. Einmal tragende Erdbeeren reifen meist im Juni und können zwei- bis dreimal pro Woche beerntet werden. Hat man Sorten mit unterschiedlicher Reifezeit angebaut, lässt sich die Ernte über einen längeren Zeitraum strecken. Auch die Süßkirschen sind jetzt reif, Sommerhimbeeren und erste Heidelbeeren ebenfalls. Für Spargel und Rhabarber endet die Erntezeit traditionell am 24. Juni jeden Jahres, ab dann können die Pflanzen wachsen und Kraft holen für eine üppige Ernte im nächsten Jahr.

Juli bis September: Obst und Gemüse im Überfluss

Im Sommer kommt man – je nach Größe des Gartens – mit dem Ernten und Verarbeiten kaum hinterher. Im Juli sind etliche Gemüse-, Kräuter- und Obstarten reif oder beginnen zu reifen: Zucchini, Tomaten, Gurken, Kopfsalat, Bohnen, Erbsen, Möhren und Spinat, erster Frühkohl, Frühlingszwiebeln und Zuckermais. Je nach Sorte wird von Anfang Juli bis Ende August Sommerporree geerntet, ab September dann Herbstporree. Das Gemüse kann frisch genossen oder verarbeitet werden. Vieles lässt sich einkochen oder einfrieren. Im Obstgarten sind die Beeren reif: Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Kulturheidelbeeren und Stachelbeeren erfreuen mit süßen und säuerlichem Früchten. Pfirsiche und Aprikose aus reifen in wärmeren Lagen, Süß- und Sauerkirschen, erste Brombeeren und frühe Apfelsorten sind nun ebenfalls zu genießen.

Viele Kräuter sind nun kurz vor der Blüte und reich an wertvollen Inhaltsstoffen, sie sollten daher abgeerntet werden. Am einfachsten hängt man sie gebündelt zum Trocknen an einem warmen und schattigen Platz auf. Der Kräutergarten bietet unter anderem Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut, Zitronenmelisse, Salbei und Basilikum.

Mann hält eine Schüssel mit verschiedenen Gemüsearten in den Händen.
Von Juli bis September ist die Haupterntezeit für viele Gartenkulturen.
Quelle: yanadjan/stock.adobe.com

Der August beschert weiterhin diese Fülle an frischem Obst und Gemüse: Zu den Tomaten, Gurken, Zucchini und Bohnen gesellen sich Paprika, Rote Bete, Mangold, darüber hinaus weiterhin Sommersalate, Möhren und frühe Kohlsorten. Die Ernte von Zwiebeln und Knoblauch startet. Dazu gräbt man am besten an warmen Tagen die Pflanzen aus, wenn gut die Hälfte der Blätter gelb geworden ist, und lässt sie noch ein bisschen in der Sonne trocknen.

Bei den Kräutern sollte man schnell noch einmal zugreifen, bevor sie blühen. Sonst überschreiten sie ihren aromatischen Höhepunkt. Auch Samenstände können geerntet werden, zum Beispiel von Teefenchel, Kümmel und Koriander. Bevor die Samen aus den Kapseln fallen, schneidet man die reifen, braunen Dolden vorsichtig ab. Sie eignen sich hervorragend für würzige Tees und Gewürzmischungen.

Im Obstgarten gibt es neben saftigen Pfirsichen, Aprikosen, den frühen Apfelsorten nun auch frühe Birnensorten, Pflaumen, Mirabellen und Brombeeren.

Im September erreicht der Garten seinen Höhepunkt: Jetzt werden meist die letzten Tomaten geerntet, ebenso Paprika und Zucchini. Gurken, Zwiebeln, Knoblauch, Salate, verschiedene Wurzelgemüse, unter anderem Rote Bete und Schwarzwurzeln. Mittelfrühe und späte Kartoffelsorten gräbt man an einem möglichst trockenen und warmen Tag nach und nach aus und lagert sie trocken im Keller. Auch Gemüsefenchel, Salat und verschiedene Kohlsorten wie Weißkohl sind jetzt erntereif. Nun werden noch die letzten Tomaten gepflückt, ebenso letzte Paprika, Gurken und Zucchini sowie Sommersalate, Radieschen, Rettich, Kohlrabi und Spinat. Auch die Kürbisse reifen jetzt. Im Kräutergarten erntet man an warmen Septembertagen noch reichlich, unter anderem Pfefferminze und Zitronenmelisse.

Pflaumen, Äpfel und Birnen direkt vom Baum erfreuen nun die Hobbygärtnerinnen und -gärtner. Die süßen Früchte der Pflaume sind nicht lange haltbar und müssen schnell verwertet werden. Sie lassen sich einfrieren, einkochen, zu Mus verarbeiten oder auch trocknen. Pflückreife Äpfel und Birnen sind daran zu erkennen, dass sie sich durch leichtes Drehen mühelos ablösen lassen. Für die Lagerung sollte man nur gesundes und einwandfreies Obst verwenden. Fallobst kann man frisch verzehren oder zu Mus, Gelee oder Marmelade verarbeiten. Viele Vitamine bieten nun auch reife Holunderbeeren (Achtung, nicht roh verzehren!), und Hagebutten.

Oktober bis Dezember: Frisches zum Jahresende

Bevor der Garten in die winterliche Ruhephase eintritt, geht die Erntezeit weiter: Im Oktober wandern noch Äpfel und Birnen in die Körbe, leuchtend gelbe Quitten werden je nach Sorte ab Anfang bis circa Mitte Oktober geerntet. Ihr Aroma profitiert von den letzten Sonnenstrahlen, vor dem ersten Frost sollte man sie jedoch pflücken. Quitten können auch ohne Weiteres auf der Fensterbank nachreifen. Frisch gesammelte Walnüsse und Haselnüsse sind getrocknet viele Monate haltbar.

Frisch geerntete Stangen von Porree auf Holzbank im Freien.
Herbst- und Winterporree-Sorten sind ideal für die späte Ernte im Jahr.
Quelle: valya82/stock.adobe.com

Aus dem Gemüsegarten gibt es Weiß- und Rotkohl, Kohlrabi, Chinakohl, Brokkoli, Knollenfenchel, Schwarzwurzeln, Möhren, Rote Bete, Sellerie, Radieschen und Rettich sowie Herbst-Porree. Auch Salate wie Endivien, Zuckerhutsalat, Pflücksalat sind jetzt erntereif. Wenn es noch ein paar warme Tage gibt, reifen die letzten Zucchini, Kürbisse, Gurken, Tomaten und Paprika. Als frostempfindliche Gemüsearten sollten sie noch vor dem ersten Nachtfrost geerntet werden. Bis zu den ersten strengeren Nachtfrösten können Brokkoli, Blumenkohl, Möhren, Sellerie, Rote Bete und Wurzelpetersilie im Freien bleiben. Nach der Ernte werden sie am besten in feuchten Sand eingeschlagen. Tomaten können grün geerntet noch im Haus nachreifen. Die Ernte der späten Kartoffelsorten sollte an trockenen Tagen im Oktober erfolgen.

Winterharte Gemüse- und Salatarten bleiben draußen. Dazu gehören Rosenkohl, Grünkohl und verschiedene Feldsalatsorten. Schwarzwurzeln und Topinambur können länger stehen bleiben, wenn man sie mit einer dicken Strohschicht vor Frost schützt. Ansonsten ist das Abdecken der Wintergemüse mit Tannenzweigen oder Laub nur in sehr strengen Wintern erforderlich.

Im November wird es Zeit, letzte Wintergemüse vor dem ersten Frost zu ernten, sollte dies noch nicht im Oktober erfolgt sein. Dazu zählen unter anderem Möhren, Sellerie, Rote Bete und Chicorée. Wenn möglich, werden diese für die Lagerung in feuchten Sand eingeschlagen und kühl gestellt. Rot- und Weißkohl sowie Wirsing sollten nun ebenfalls geerntet werden. Endivien, Zuckerhut und Brokkoli sind etwas unempfindlicher und können draußen bleiben, sofern sie – zum Beispiel mit einem Winterschutzvlies – abgedeckt sind. Liegen die Temperaturen länger unter dem Gefrierpunkt, sollte man auch sie ernten und einlagern. Das gilt auch für Wurzelpetersilie und Meerrettich, diese werden ausgegraben, solange der Boden noch nicht gefroren ist.

Aus dem Garten gibt es jetzt unter anderem noch gesunde Petersilie und Winterportulak, Feldsalat und bestimmte Sorten der Roten Zicchorie. Jetzt beginnt auch die Erntezeit von Rosen- und Grünkohl.

Wer auch im Winter etwas von seinem Schnittlauch haben möchte, geht am besten folgendermaßen vor:
Nach dem Absterben der Halme wird eine Pflanze mitsamt Wurzelballen ausgegraben und draußen an einem luftigen und trockenen Ort bis etwa Mitte Dezember gelagert. Anschließend wird der Schnittlauch eingetopft und auf die Fensterbank gestellt. Durch den Kältereiz und die darauffolgenden warmen Temperaturen im Haus treibt er erneut aus und man kann auch im Winter frischen Schnittlauch ernten.

Der Dezember beschert leckere Wintergemüse, wie letzte Sorten des Herbstporrees und erste Winterporree-Sorten. Dazu gesellen sich Wintergemüse wie Rosenkohl, Grünkohl, Feldsalat, Zuckerhut- und Zichoriensalat. Das robuste Wintergemüse sollte regelmäßig kontrolliert und bei hoher Frostgefahr gut abgedeckt werden. Droht sehr starker Frost über eine längere Zeit, gräbt man die Stauden besser aus und pflanzt sie in ein Frühbeet oder ins frostfreie, aber kalte Gewächshaus. Gut vor Frost geschützte Kräuter- und Gemüsearten können auch bei Schnee noch geerntet werden, das gilt auch für Petersilie und Winterportulak.

Am Jahresende ist dann Zeit, das vergangene Gartenjahr in den Fokus zu rücken und zu schauen, was gut und was weniger gut funktioniert hat. Darauf aufbauend lässt sich dann das kommende Gartenjahr mit möglicherweise neuen Pflanzenarten oder -sorten gestalten, die gegebenenfalls noch besser an die vorhandenen Standortansprüche und die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben angepasst sind.

Letzte Aktualisierung: 10. April 2024


Weitere Informationen

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE): Broschüre "Von Apfel bis Zucchini - Das Jahr im Garten"

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Der Saisonkalender

Norddeutscher Rundfunk (NDR): Gemüsesorten für die Ernte im Herbst und Winter

Mitteldeutscher Rundfunk (MDR): Mehrjähriges Gemüse: Diese Arten anbauen und immer wieder ernten


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